2012: Dresden

Dieses Jahr habe ich mich einmal für einen Kurzurlaub in Deutschland entschieden und relativ kurzfristig die Region Dresden gewählt. Am 22. August ging es mit dem Auto endlich los in Richtung vorab gebuchtem Hotel.
Als Hotel wählte ich ein etwas am Rand von Dresden gelegenes Hotel und zwar in Dresden-Niedersedlitz das Hotel Ambiente. Dieses liegt in einer äußerst ruhigen Wohngegend und man wurde wirklich freundlich und zuvorkommend empfangen. Es gab während des Aufenthaltes nichts über was ich mich beklagen konnte. Frühstücksbuffet im kleinen Bereich im Erdgeschoss war auch sehr lecker und Eierspeisen wurden nach Kundenwunsch frisch zubereitet.
Am Donnerstag ging es dann auf Entdeckungsreise in die Dresdner Altstadt. Ich bin vom Hotel ca. 25 Minuten dorthin gefahren und parkte direkt zentral gelegen auf dem Parkplatz „Pirnaischer Platz“, wo man für 6 EUR den ganzen Tag lang parken kann. Zuerst ging es zu einem typischen Ziel eines jeden Besuchers – in Richtung Frauenkirche. Die Kirche hat von außen gesehen schon eine sehr imposante Erscheinung, wenn man diese aber betritt, dann habe ich mir das schon ein wenig größer vorgestellt. Meiner Meinung nach ist diese schon relativ klein von Innen. Im Inneren weisen Schilder daraufhin, dass das Fotografieren verboten ist, daran hat sich aber kein Besucher gehalten. Dies wurde auch nicht gesondert angemahnt, so dass ich mich getraut habe auch ein paar Fotos zu schießen. Den möglichen Kuppelaufstieg – für eine Rundumsicht von oben über Dresden – habe ich mir gespart, da dieser pro Person schon satte 8 EUR kostet. Dies habe ich an anderer Stelle umsonst bekommen. Aber hierzu später in meinem Bericht.

Frauenkirche

Anschließend ging es vorbei an der Kunstakademie. Zwischen dieser und dem Albertinum (in Beiden sind Museen angesiedelt) befindet sich der Eingang zur Dresdner Festung. Diese konnte ich umsonst betreten, da ich mir vorab im Internet die Schlösserlandkarte bestellt hatte. Mit dieser bekommt man freien Eintritt in viele Schlösser und Burgen in ganz Sachsen. Im Festungseintritt ist auch ein Audioguide enthalten, der an verschiedenen Punkten ausführliche historische Informationen liefert. Die Informationen sind schon so umfangreich, dass man sich für den Besuch wenigstens eine Stunde einplanen sollte. Wenn man den Audioguide nicht nutzt oder nutzen will, dann funktioniert der Besuch auch kürzer. Beim Verlassen der Festung nimmt man am besten nach dem Eingang die dort befindlichen Treppen aufwärts, von denen direkt die Brühlsche Terasse erreicht wird.
Hier schlendert man mit direkter Sicht zur Elbe und den dort ansässigen Anlegern für die Ausflugsdampfer weiter, bis ich dann links in die Münzgasse eingebogen bin und nach ca. 100 Metern rechts in die Töpferstraße. Ein paar Minuten später bemerkt der aufmerksame Besucher schon, die vielen anderen Touristen in einiger Entfernung. Als ich mich näherte bin ich beim sogenannten Fürstenzug angekommen, welcher sich auf der linken Seite befindet. Hierbei handelt es sich um riesengroßes Bild, gefertigt aus Meissner Porzellanfliesen und stellt verschiedene Herrscher unterschiedlicher Epochen dar. Auf der Rückseite des Fürstenzuges ist der Stallhof gelegen, welcher zum Residenzschloss zählt.

Als sich bei mir allmählich der Hunger breit gemacht hat, ging es wieder zurück in Richtung Frauenkirche zum Restaurant „Pulverturm“. Dieses hatte ich mir schon vorab, durch Recherchen im Internet, ausgesucht, um dort meine Mittagspause zu verbringen. Als Gericht nahm ich mir das saftig gerillte Spanferkel mit Sauerkraut und Königskloß. Ich muss sagen – wirklich lecker und ausgesprochen saftig.
Nach ausgiebiger Stärkung machte ich mich wieder auf zum Residenzschlosses. Hier habe ich mir einen Besuch des legendären historischen grünen Gewölbes genehmigt. Bei dem Gewölbe handelt es sich um die reichhaltige Schatzkammer August des Starken. Der Zutritt wird mit 10 EUR berechnet und ist nur in 15-minütigen Zeitfenstern möglich. Dies bedeutet, es gibt nur Einlass in einem, auf dem Eintrittsticket ausgewiesenen Zeitfenster von 15 Minuten. Wird der Eintritt innerhalb dieses Zeitfensters nicht geschafft, so verfällt das Ticket. Um in das Gewölbe reinzukommen, müssen vorher alle persönlichen Gegenstände wie Taschen, Rucksäcke oder Fotoapparate in einem Schließfach eingeschlossen werden. Anschließend geht es pro Einzelperson durch eine Eintrittsschleuse.
Einen herrlichen und vorallendingen für mich kostenfreien Rundumüberblick über Dresden gibt es vom Hermannsturm. Der Eintritt hierfür ist schon mit der Schlösserlandkarte abgegolten und nach Erklimmen von 222 Stufen aufwärts, bietet sich der erwähnte Blick über Dresden.

Semperoper

In unmittelbarer Nachbarschaft vom Residenzschloss ist die Kathedrale von Dresden zu finden, welcher ich auch einer Innenbesichtigung unterzogen habe. Direkt gegenüber (nur über die Straße) ist die Semperoper und der Zwinger gelegen. Besichtigt habe ich die Semperoper erstmal nur von außen, da für diesen Donnerstag vorab keine Tickets mehr für eine Führung im Inneren zu bekommen waren. Deswegen buchte ich noch ein Ticket für meinen Abreisetag am Sonntag Vormittag. Die Tickets lassen sich am besten online unter „Semperoper erleben“ buchen, wo man sich diese dann auch direkt ausdrucken kann. Näheres zu der Führung aber noch mal etwas später unten in meinem Bericht.

Zur kleinen Zwischenstärkung kann ich das Cafe Schinkelwache empfehlen, welches zwischen Semperoper und Zwinger gelegen ist. Die dort angebotene original Dresdner Eierschecke ist ein Traum.

Daraufhin schlenderte ich noch einige Zeit durch den Zwinger, wobei ich mir aber einen Besuch der dort ansässigen Museen gespart habe. Lieber an der freien Luft den schönen Tag geniessen und ein paar Fotos einheimsen.
Auf dem Weg zum Parkplatz liegt die Kreuzkirche noch sehr günstig auf der Strecke, der ich auch einer Besichtigung unterzogen habe. Zwar erst eine knappe halbe Stunde vor Schliessung angekommen, aber dies sollte ausreichen. Bei der Kirche handelt es sich um die Größte in Dresden (nach Anzahl der Sitzmöglichkeiten) und ist der evangelischen Konfession anzugliedern.
Von hier aus ging es dann wieder Richtung Parkplatz und zurück ins Hotel. Ein wirklich schöner und vorallendingen strahlend sonniger Tag ging somit zu Ende.

Zwinger

Der Freitag sollte ganz in Meißen verbracht werden. Also ab ins Auto und auf die Autobahn in Richtung Meißen. Toll wenn man schon ein Navigationsgerät hat, aber wenn die Autobahnausfahrt nach Meißen gesperrt ist, dann muss man schon ein wenig improvisieren. Also weiter auf der Autobahn bis zur nächsten Ausfahrtmöglichkeit, aber auch hier (oh Wunder) ist wieder ein Teil der Strecke gesperrt. Es wird schon ziemlich viel gebaut.
Nach einigen improvisierten Strecken, ist die Stadt Meißen endlich in Sicht und es geht direkt zur Porzellanmanufaktur. Parken ist dort auf dem ca. 200 m entfernten kostenpflichtigen Parkplatz möglich. In der Eingangshalle angekommen stellt sich die Frage welches Ticket soll man nehmen. Da in Kürze eine Führung durch die Schauwerkstätten angeboten wird, buche ich dieses Ticket. Die sehr nette und informative Führerin hat uns alles Mögliche zu der Herstellung des Meißner Porzellans erzählt. Dieses wurde anschaulich in den Schauwerkstätten praktisch dargestellt und Fragen waren selbstverständlich ausdrücklich gestattet. Als die Führung beendet war, war die Möglichkeit gegeben, das hauseigene Museum selbstständig zu besichtigen. Es boten sich Exponate aus über 300 Jahren Herstellungsgeschichte an. Zum Schluss kann natürlich jeder Besucher auch im eigenen Shop einkaufen gehen, die Preise sind allerdings nicht für jeden erschwinglich – ist eben schon ein Premiumhersteller. Anschließend eine kleine Stärkung mit Getränk und Kuchen im dortigen Cafe eingenommen und weiter ging es in die Innenstadt.

Meissner Prozellanelefant

Das älteste Schloss Deutschlands war mein Ziel – die Albrechtsburg. Parken kann man ganz bequem in einem Parkdeck am Burgberg. Dieses befindet sich direkt gegenüber dem Panoramaaufzug. Mit diesem erreicht der Tourist ganz ohne Anstrengung den Domplatz. Die Aufwärtsfahrt kostet pro Person 1 EUR, für mich war diese umsonst, da ich vorher in der Porzellanmanufaktur die Kulturcard mit meinem Eintritt zusammen erhalten habe und mit dieser gibt es eine kostenfreie Fahrt. Die Abwärtsfahrt ist allerdings immer kostenlos. Der Eintritt in die Albrechtsburg war für mich wieder mit der Schlösserlandkarte schon abgegolten, nur wenn auch Fotos gemacht werden, muss man zusätzlich noch eine Fotogenehmigungsgebühr in Höhe von 2 EUR bezahlen. Dies habe ich natürlich gemacht. Im Eintritt inbegriffen ist auch wieder ein obligatorischer Audioguide. Dieser vermittelt an verschiedenen Stationen innerhalb der gesamten Burg ausführlichste Hintergrundinfos. Als ungefähr die Hälfte der eigenen Tour durch war, habe ich den Audioguide nicht mehr genutzt. Die Erkläuterungen waren für meinen Geschmack schon ein wenig zu ausführlich. Im Schloss ist alles ziemlich gut erhalten und restauriert. Es gab auch einen großen Raum in dem ein super Holzfußboden verlegt war, welchen der Besucher nur mit vorher bereitgestellten Filzpantoffeln betreten durfte.

Direkt neben der Albrechtsburg liegt der Dom zu Meißen. Beim Eintritt ist wieder die Kulturcard von Vorteil, diese reduziert den regulären Eintrittspreis von 3,50 EUR um 0,25 EUR. Ist zwar ein kleiner Betrag aber immerhin besser als nichts. Zum Ende des Tages hin sollte selbstverständlich auch noch für das leibliche Wohl gesorgt werden, so dass ich den Domkeller, direkt am Domplatz gelegen, aufgesucht habe. Die Speisekarte ist sehr vielseitig und in Sächsisch, Hochdeutsch und Englisch verfasst. Im Außenbereich hat der Gast eine herrliche Übersicht über Meißen. Das Essen war sehr lecker aber die Bedienung war meines Erachtens etwas überlastet, so dass man schon eine ganze Weile warten musste, bis man bedient wurde.

Albrechtsburg

Der Samstag fing am Anfang des Tages auch wieder mit einem Besuch außerhalb von Dresden an. Es ging nach Moritzburg und dem dort angesiedelten gleichnamigen Schloss. Nachdem man übers Land gefahren ist und dann irgendwann auf der Schlossallee landet, fährt man auf dieser direkt auf das Schloss zu. Ist schon sehr imposant, wenn man über eine Landstrasse fährt, rechts und links noch mit Bäumen gesäumt und dann taucht auf einmal direkt vor einem in der Ferne das Schloss auf. Es kann direkt vor dem Schloss geparkt werden, hier bieten sich ausreichend Parkmöglichkeiten für PKW’s und Busse. Natürlich ist dieses nicht umsonst, sondern es muss mal wieder an einem Parkscheinautomaten Geld abgedrückt werden.

Das Schloss liegt inmitten von einem Teich bzw. See, welcher wiederum von einem dichten Wald umgeben ist. Die gesamten Anlagen scheinen wirklich gut in Schuss zu sein und werden kontinuierlich renoviert. Gern wird das Schloss auch für Trauungen genutzt, welches am diesem Tage auch sogar von mehreren Paaren in Anspruch genommen wurde inkl. großer Stretchlimousine. Um im Inneren auch zu besichtigen stellt sich im Allgemeinen wieder die Frage, welches Ticket soll es sein. Auch hier ist der Eintritt für die Barockausstellung und das Federzimmer mit der Schlösserlandkarte abgedeckt. Wenn das Fasanenschlösschen allerdings besucht werden sollte, dann ist dafür ein extra Eintritt von 5,50 EUR fällig. Die nette Dame an der Kasse hat einem aber vorher darauf aufmerksam gemacht, dass der Weg zum Fasanenschlösschen ca. 40 Minuten Fußweg ist. Da habe ich mir doch den Extraeintritt geschenkt. Das Fotografieren ist in den Ausstellungen leider nicht erlaubt, so dass ich in aller Ruhe durch diese schlendern konnte.

Bevor es wieder in Richtung Dresden zurückgehen sollte, wollte ich auf jeden Fall noch einen gepflegten Imbiss einnehmen. Kurz entschlossen habe ich das „Bärenhäusl“ in der Nähe des Parkplatzes angesteuert. Kurz um kann folgendes gesagt werden: Portionen sind nicht groß dafür aber die Preise.

Moritzburg

Zurück in Dresden stand dann noch Schloss und Park Pillnitz auf der Tagesordnung. In den Park und das Schloss kommt der Besucher auch nur mit Zahlung eines Eintritts hinein. Dies finde ich besonders schade, dass selbst Dresdner, die einfach vielleicht nur mal im schönen Park herumgehen wollen, Eintritt zahlen müssen. Für mich war der Eintritt in allen Einrichtungen wieder mit der Schlösserlandkarte frei. Der Park ist sehr schön angelegt und je nach Jahreszeit auch voller Blütenpracht, so wie jetzt zu meinem Besuch im August. Das zentral gelegene Schloss kann auch mit einigen Ausstellungen aufwarten, war aber für meinen Geschmack auch noch an vielen Stellen renovierungsbedürftig. Dies kann aber auch noch an dem vor 10 Jahren (2002) geschehenen Elbehochwasser gelegen haben. Im Park ist auch das Palmenhaus angesiedelt. In diesem sind verschiedene Pflanzen und auch Palmen aus vielen Regionen der Erde zu bestaunen. Die Luftfeuchtigkeit in dem Haus ist extrem hoch, so dass man schnell bei den hohen Außentemperaturen ins Schwitzen gerät.
Wieder zurück am gebührenpflichtigen Parkplatz an der Leonardo-da-Vinci-Strasse, stellte sich für mich die Frage – wie am besten wieder zurück zum Hotel gelangen. Entweder kann man die am Schloss gelegene Elbfähre nehmen oder es wird ein Umweg gefahren, dass via Brücke die Elbe überquert wird. Ich habe mich dann schließlich für den Umweg entschieden, um Wartezeiten und das Geld zu sparen.

Schloss und Park Pillnitz

Da am Donnerstag, beim Besuch der Dresdner Altstadt, keine Termine für eine Führung der Semperoper zur Verfügung standen, habe ich von zu Hause aus schon für den Abreisesonntag vorgebucht. Geparkt habe ich diesmal direkt in der Tiefgarage zur Semperoper, was mich für die Zeit der Führung 4 EUR gekostet hat. Am Eingangsbereich angekommen, bei wirklich schon brennender Sonne um vor 10 Uhr, gibt es zwei „Schlangen“. Die eine ist für alle Leute die keine Reservierung haben, die andere für Besucher mit aktueller Reservierung – also für mich. Der weibliche Guide hat einem überall herumgeführt und gute, ausführliche Informationen zur Oper gegeben. Die Führung dauert eine gute Stunde und für Menschen die in der Semperoper fotografieren wollen, ist vorab nochmals eine zusätzliche Fotogebühr in Höhe von 2 EUR fällig.

Anschließend ging es mit dem Auto nach sehr schönen Tagen wieder mit dem Auto Richtung Heimatstadt.

FOTOALBEN:
- Dresden
- Meißen
- Moritzburg