2006: Disneyland Paris

In diesem Jahr habe ich mich ziemlich kurzfristig (im Vergleich zu den Vorjahren) für einen Urlaub im Disneyland bei Paris entschieden, in dem auch ein Tagesausflug nach Paris integriert wurde.
Auf die gut 600 km lange Strecke habe ich mich am 22. August gegen 8 Uhr mit dem Auto auf dem Weg gemacht. Dort angekommen bin ich gegen 15:30 Uhr, bedingt dadurch das man in Belgien maximal 120 km/h und in Frankreich maximal nur 130 km/h schnell fahren darf.

Als Hotel habe ich eines der vielen Disneyland Hotels genommen und zwar das Sequoia Lodge. Dieses Hotel habe ich gewählt, weil es von der Entfernung zu den Parks noch annehmbar war (ca. 10 Minuten Fußweg) und vom Preis her auch noch in einem vernünftigen Rahmen lag.
Noch am gleichen Tag habe ich einen ersten Erkundungsrundgang gemacht und zwar um den Disney Lake durch das Disney Village in den Disneylandpark. Beim Disney Village handelt es sich um eine zahlreiche Ansammlung von themenspezifischen Restaurants und einigen typischen Disney Stores.
Für den Zugang zu den beiden Themenparks habe ich bei der Buchung meiner Reise direkt auch ein Park Hopper Ticket (gültig während meines gesamten Aufenthalts) beim Check In im Hotel erhalten.

Sequoia Lodge

Der Eingang zum ersten Themenpark dem Disneyland Park befindet sich direkt unter dem Disneyland Hotel. Dieses Hotel ist kaum mit seiner rosafarbenden Fassade zu übersehen. Kaum war ich im Park drin, so bin ich ersteinmal zur Disneyland Railroad Station gegangen (befindet sich kurz hinter dem Eingang). Mittels dieses Transportmittels, einem Zug im Western Stil, wurde von mir eine Rundfahrt durch den Park getätigt.
Um 19:15 Uhr wurde dann die erste täglich durchgeführte Parade und zwar die “Princess Parade” durchgeführt. Um hier einen guten Blick zu erhalten, um auch vielleicht ein paar Bilder zu machen, sollte man sich aber schon mindestens eine halbe Stunde vor Beginn an der Main Street USA einfinden. Bei dieser Parade fahren in verschiedenen gestalteten Wagen bekannte Figuren an einem vorbei. Hierunter fallen z.B. Cinderella, Arielle, Mary Poppins und natürlich auch Mickey und Minnie Mouse.
Zum Abschluß des Tages habe ich auch noch die zweite täglich durchgeführte Parade mir angesehen. Dieses ist die um 22:30 Uhr durchgeführte Parade “Disney’s Fantillusion”. Bei dieser fahren Wagen mit einem faszinierendem Dekor aus tausenden Lichtern an einem vorbei. Ein Tipp von mir: bei diesem Ereignis sollte man sich mindestens schon eine Stunde vorher einen guten Platz sichern, um einen optimalen Sichtplatz auf die Parade zu haben.
Im Anschluss an diese Parade findet noch an der Central Plaza das atemberaubende Sound und Light Spektakel “Wishes” statt. Hierbei werden Geschichten erzählt und von Musik und Feuerwerk begleitet.

Mein erster voller Tag war dann der Mittwoch, an dem ich mit dem Besuch der Attraktionen des Disneland Parks begonnen habe. Sehr hilfreich ist hier der Parkplan, den man bei der Ankunft erhält, indem aufgezeichnet sind, wo welche Attraktionen zu finden sind.
Der Park gliedert sich ich fünf verschiedene Themenbereiche und zwar Main Street USA, Adventureland, Frontierland, Fantasyland und dem Discoveryland.
Wenn man das Disneyland betritt, landet man unwillkürlich auf der Main Street USA. An dieser langen Strasse findet man eine große Anzahl an verschiedenartigen Geschäften, die einem mit allenmöglichen Disneyartikeln versorgen. Ebenfalls sind hier unterschiedliche Snackbuden und Restaurants angesiedelt um seinen Hunger und Durst zu stillen.

Disneyland Hotel

Der größte Bereich im Park ist das Fantasyland. Der Eingang dazu ist auch schon von weitem zu erkennen, weil dieser im Eingangsbereich des alles überragenden “Sleeping Beauty Castle” zu finden ist. In diesem Schloss findet man die mittels Glasfenstern und Wandteppichen erzählte Geschichte von Dornröschen. Begiebt man sich weiter, findet man auf der linken Seite die zwei Fahrgeschäfte “Blanche-Neige et les Sept Nains” und “Les Voyages de Pinocchio”. Hier werden bei einer gemütlichen Fahrt die Geschichte von Schneewittchen und Pinocchio veranschaulicht.
Ein absoluter Renner im Fantasyland ist “Peter Pan’s Flight”. Um an dieser Attraktion teilzunehmen, sollte diese schon am frühen Morgen besucht werden, ansonsten muss hier eine Wartezeit von bis zu 50 Minuten eingeplant werden. Bei diesem “Flug” schwebt man an oben aufgehängten Gondeln über die Geschichte von Peter Pan.
Innerhalb des Themenbereiches gibt es auch die Show-Bühne “Le Théâtre du Château” auf der zu bestimmten festgelegten Zeiten Disney- oder Märchenfiguren für ein Foto zur Verfügung stehen. Dieser Termin wird aber überwiegend von Eltern mit Ihren kleinen Kindern wahrgenommen und auch hier ist mit einer Wartezeit von bis zu einer Stunde zu rechnen, aufgrund der unheimlich großen Nachfrage.

Im kleinsten Themenbereich dem Adventureland liegen eigentlich nur zwei erwähneswerte Attraktionen. Bei “Pirates of the Caribbean” erlebt man eine Zeitreise ins Seeräuber-Universum. Es geht mittels auf Wasser schwimmenden Gefährten durch die Piratenwelt. Aber Vorsicht, plötzlich fährt man in einen dunklen Tunnel hinein und saust abwärts in den nächsten Teil der Attraktion, hierbei ist es auch möglich nass zu werden.
In einer rasanten Zugfahrt, mit einer nachgebildeten Bergwerkslore, begiebt sich der Besucher bei “Indiana Jones and the Temple of Peril” durch mysteriöse Tempelruinen (Überschlag garantiert). Diese Fahrt habe ich aber nicht mitgemacht, aufgrund meines schwachen Magens.

Pirates of the Caribbean

Das Frontierland dominiert mit seinem zentral gelegenen “Big Thunder Mountain”. Hier rast man in einem führerlosen Zug durch eine Mine. Leider war der Mountain ab meiner Ankunftswoche wegen Renovierungsarbeiten geschlossen, so dass eine Fahrt nicht möglich war.
Allerdings kann beim “Thunder Mesa Riverboat Landing” mit einem Schaufelraddampfer eine Rundfahrt um den “Big Thunder Mountain” gemacht werden.
Besucht sollte im “The Chaparral Theater” auf jeden Fall die Vorstellung “Tarzan, die Show”. Hier wird mit akrobatischen Einlagen die Geschichte von Tazan und Jane erzählt. Um einen guten Sitzplatz zu ergattern, sollte man auch hier frühzeitig da sein.

Big Thunder Mountain

Im letzten Themenkomplex dem Discoveryland gibt es wieder mehr Attraktionen die besuchenswert sind. Auch hier ragt eine Sensation wieder heraus und dies ist “Space Mountain: Mission 2”. Hierbei handelt es sich um ein Achterbahnerlebnis der besonderen Art. Der Besucher wird in einer sogenannten “Kanone” im 45° Winkel hochgeschossen und dann beginnt auch schon das Erlebnis. Auch dieses habe ich mir wegen meines schwachen Magens gespart.
Auf jeden Fall sollte man die seit 2006 neue Attraktion “Buzz Lightyear Laser Blast” sich nicht entgehen lassen. Es sollten sich schon frühzeitig die sogenannten Fastpass Tickets geholt werden, mit der man an der regulären Warteschlange vorbeigehen kann, weil es hier vorkommen kann, dass Wartezeiten von bis zu 1,5 Stunden auftreten können. Ist man erstmal drin, begibt sich der Besucher in kleine “Raumschiff”-Fahrkabinen, die jeweils mit zwei Laserpistolen und einem Steuerknüppel versehen sind. Anschließend setzt sich die Fahrt in Bewegung und es muß mit den Laserpistolen sogenannte “Z”-Ziele getroffen werden. Der Steuerknüppel ist dabei behilflich die Kabine in jede Richtung zu bewegen.
Ein faszinierendes 3D Kinoerlebnis kann bei “Honey, I Shrank the Audience” erlebt werden. Bei der ca. 20-minütigen Vorstellung wird einem Professor ein Preis für seine “Schrumpfungsmaschine” verliehen, bei der so einige Pannen passieren. Vor Überraschungen sollte man nicht zurückschrecken.
Der absolute Renner ist das im Videopolis aufgeführte Musical “Der König der Löwen”. Um diese Show zu besuchen müssen aber erst die limitierten und heiß begehrten kostenlosen Eintrittstickets organisiert werden. Diese werden genau ab 15 Uhr links neben der Railroad Station für alle Vorstellungstermine ausgegeben. Allerdings sollten Interessierte sich schon mindestens 1,5 Stunden vorher in die Warteschlange einreihen. Die Tickets sind nämlich ruckzuck weg und zwar für alle Termine.

Am Donnerstag war dann bei mir der zweite Thempark an der Reihe und zwar die Walt Disney Studios. Bedauerlicherweise war dieser Tag von einigermaßen ergiebigen Regenschauern gekrönt, die sich aber wieder mit strahlendem Sonnenschein abgewechselt haben. Das wettermäßig der Tag nicht so prickelnd war kann auch auf dem untenstehenden Bild ersehen werden.
Es war bloß komisch, dass genau zu den beiden durchgeführten Paraden, um 10 und 17 Uhr es immer wieder angefangen hat zu regnen und die Darsteller dieses leider aushalten mußten.
Der Park gliedert sich in vier Bereiche dem Frontlot (durch dem man den Park betritt), dem Backlot, Production Courtyard und dem Animation Courtyard.

Walt Disney Studios

Zum Frontlot gehört nur das Disney Studio 1, durch das auch der gesamte Park zu betreten ist. In diesem Studio befinden sich verschiedene Filmkulissen, Shops und ein Restaurant. In unregelmäßigen Abständen werden dort auch von unterschiedlichen Darstellern Aufführungen, unter aktiver Einbeziehung des Publikums, aufgeführt.
Wird das Studio 1 verlassen und wendet sich nach rechts, so kommt man zum Animation Courtyard. Hier ist die im Studio 3 aufgeführte Show “Animagique” absolut zu empfehlen. Mit besonderen Effekten findet eine musikalische Show mit Mickey, Donald und Freunden statt.
Bei “Art of Disney Animation” wird die Geschichte des Trickfilms von seinen Anfängen bis hin zum aktuellen Disney Klassiker (z.Z. Cars) erzählt.

Walt Disney Studio 1

Im Backlot befinden sich drei Attraktionen. Von diesen sollte man auf gar keinen Fall einen der drei Termine, der Action-Stunt-Show “Moteurs Action” verpassen. Rasante Auto- und Motorradstunts gepaart mit einer Geschichte und Stunttricks sind hier vorzufinden.
Beim “Rock ‘n’ Roller Coaster starring Aerosmith” begibt sich der Besucher auf eine rasende Achterbahnfahrt mit fetzigem Rocksound kombiniert.
Will man einen Einblick in verschiedene Möglichkeiten von Special Effects erhalten, für den ist “Armageddon – Special Effects” genau das richtige. Aufbauend auf den Film Armageddon werden verschiedene Möglichkeiten von Special Effects aufgezeigt. Diese erlebt man dann auch noch in der Kulisse einer Raumkapsel. Dies verspricht ein “heißes” Erlebnis zu werden.

Moteurs Action

Die “Walt Disney Television Studios” befinden sich im Production Courtyard. Hier kann man einen echten Blick in ein Fernsehstudio werfen. Es ist nichts gestellt, sondern von diesem Standort sendet der reale Disney Channel von Frankreich.
Empfehlenswert ist ein Besuch der “Studio Tram Tour: Behind the Magic”. Hier begibt sich der Besucher auf eine Studiozugfahrt durch verschiedene Kulissen, wobei man sich auf unterschiedliche naße und heiße Überraschungen gefaßt machen sollte.
Zwischen Production Courtyard und Backlot wurde zu meinem Besuchszeitpunkt eine neue Attraktion gebaut. Zu erkennen war bisher nur ein ca. zehnstöckiges Gebäude, mal sehen was das geben wird.

Walt Disney Television Studios

Freitag, ein wirklich wünderschöner sonniger Tag, begab ich mich dann auf einen Tagesausflug nach Paris. Hilfreich hierbei ist die “Paris Visite” Karte. Dabei handelt es sich um eine Fahrkarte die in allen S-Bahnen (RER), Bussen und der Metro genutzt werden kann. Die Karte habe ich ebenfalls schon bei meiner Gesamtbuchung mitbestellt und zwar als 1-Tages-Karte.
Gestartet bin ich um kurz nach 8 Uhr am Bahnhof des Disneylands und fuhr mit der RER Linie A4 in Richtung Paris. Nachdem ich in ca. 40 Minuten im Großraum angekommen war, wechselte ich zum Beförderungsmittel Metro und fuhr zu meinem ersten Besichtigungspunkt Sacré Coeur. Diese Kirche erstrahlte wunderschön mit Ihrer weißen Fassade, hoch über Paris gelegen, am frühen Morgen. Wenn man einmal die vielzähligen Stufen bis oben erklommen hat, so eröffnet sich ein herrlicher Blick über Paris. Innerhalb der Kirche ist leider das Fotografieren verboten, so dass ich hiervon keine Bilder besitze. Auffällig war nur, das im Inneren permanent ein Mitarbeiter alle Besucher, mit einem sehr eindringlichen “Psssst”, zur Ruhe aufforderte.
Von Sacré Coeur ging es dann weiter zum Arc de Triomphe und der Champs Elysées. Auf die obere Plattform des Arc de Triomphe gelangt man nur, wenn man auf der spiralförmigen Treppe im Inneren die ca. 300 Stufen bezwingt. Aber oben angekommen genießt der Besucher einen hervorragenden Blick auf Paris. Hier kann man dann auch das erste Mal schon den Eifelturm in der Entfernung sehen und die unzähligen Straßen die zum Triumphbogen hinführen.

Zur Mittagszeit besuchte ich dann die sehr schöne gothische Kapelle Sainte Chapelle, die für ihre groß geschmückten Glasfenster berühmt ist. Um zur Kapelle zu gelangen, muß man sich aber vorher einem Sicherheitscheck mit Durchleuchten und Metalldetektoren unterziehen. Dies liegt darin begründet, weil die Kapelle direkt an den Justitzpalast grenzt und man Anschläge vermeiden will.
Von dort aus habe ich mich dann zu Fuß auf den Weg zur berühmtesten Kirche in Paris gemacht, Notre Dame. Vom äußeren Erscheinungsbild ist diese vielleicht nicht gerade jedermanns Geschmack, aber der Anblick im Inneren ist für den ersten Besucher schon sehr imposant. Hier war es dann auch möglich, in der wirklich sehr gut besuchten Kirche, weider ein paar Aufnahmen zu machen.

Notre Dame

Weiter ging es dann wieder mit der Metro zum wohl berühmtesten Wahrzeichen Paris, dem Eiffelturm. Man glaubt gar nicht wieviele Menschen sich diesen ansehen wollen, es waren unzählige Menschenmassen. Beim Eifelturm hat der Besucher jetzt zwei Alternativen diesen zu “erklimmen”. Entweder er nimmt einen der bequemen Fahrstühle, die gehen bis ganz nach oben an die Spitze, oder es wird zu Fuß gegangen, allerdings aber nur bis zur zweiten Plattform möglich. Ich habe mich für die “zu Fuß” Variante entschieden, erstmal weil es eine kleine Sporteinlage ist und zweitens weil die Wartezeit für den Fahrstuhl über 1,5 Stunden betragen hat. Ist man dann nach über 700 Stufen auf der zweiten Plattform angekommen, so eröffnet sich ein fantastischer Rundumblick über Paris und die Seine.
Zum Abschluss des Tages besuchte ich dann noch kurz vor Besuchsschluss das Panthéon. In diesem sind viele große Persönlichkeiten zur letzten Ruhe gebettet
Gegen 18:30 Uhr habe ich mich dann, nach einem sehr anstrengenden Tag, mit der RER auf den Rückweg ins Disneyland gemacht.

Den Samstag habe ich dann nocheinmal dazu genutzt, die Attraktionen die ich im Disneyland Park am Mittwoch nicht geschafft hatte, zu besuchen. Anschließend begab ich mich am Sonntag Morgen, nach einem ergiebigen Frühstück, auf die Heimfahrt nach Fröndenberg, wo ich um 16 Uhr wieder ankam.

FOTOALBEN:
- Main Street USA
- Fantasyland
- Adventureland
- Frontierland
- Discoveryland
- Frontlot & Animation
- Backlot
- Production Courtyard
- Princess Parade
- Disney’s Fantillusion
- Sightseeing Paris